Frühlingserwachen

Der erste 100er und der Trainingsfortschritt

21. März 2015 Kommentare (3) Allgemein, Training

leise Hoffnung auf Schmerzfreiheit

Seit Beginn dieses Blogs habe ich ja bekannterweise mit ITBS zu tun. Nach einer selbstauferlegten Zwangspause und Rollentraining als Alternativsportart war ich frohen Mutes, dass das Problem auskuriert ist, allerdings wurde ich eines Besseren belehrt. Also musste das Problem wieder aktiv begegnet werden.

Neben ordentlich schmerzhaften ersten Blackrollmassagen brachte mich Hannes wieder darauf, vermehrt das ITB zu dehnen. Wenn man das Gefühl hat, alle Maßnahmen wirken nicht, wird man halt schnell nachlässig. Zudem musste das Problem ja irgendwo bei mir zu suchen sein, also durchforstete ich das Internet nach möglichen weiteren Gründen und bin auf einen evtl. falschen oder unvorteilhaften Laufstil gestoßen. Beim Lesen der Beschreibungen fand ich mich selbst in der Gruppe derer wieder, die sich „in den Lauf setzen“. Dadurch kommt die Hüfte nicht mit nach vorn und das ITB wird unnötig getreckt, was zu einem Reiben am Knie führen kann.

Ich habe also ein paar Tipps beherzigt und lasse mir nun folgendes Mantra beim Laufen immer wieder durch den Kopf:

  • Füße nach innen
  • Bauchnabel nach vorn

Viele Probleme beim Laufen kommen wohl vom „Enten- bzw. Watschelschritt“ und ja, wenn ich so nach unten schaue beim Laufen erkenne ich, dass die Zehenspitzen leicht nach außen zeigen. Es soll nun also versucht werden, die Zehenspitzen in Laufrichtung zu bringen. Hierbei soll darauf geachtet werden, dass man nicht nur die Füße, sondern die ganzen Beine leicht eindreht.

Förderlich für das ITB-Syndrom soll auch ein zu starkes Aufsetzen mit der Ferse sein. Es wird empfohlen mit dem Mittelfuß aufzusetzen um die Kniestreckung zu minimieren. Da ich ja eher „im Lauf saß“, war das weiträumige vorgreifen des Fußes fast schon vorprogrammiert. Durch das zweite Mantra wird versucht, das Sitzen zu vermeiden und die Hüfte vorzuschieben. Hierdurch setzt man fast automatisch unterhalb der Körpermitte auf.

Tja, was soll ich sagen, die letzten beiden Läufe waren schmerzfrei und spaßig, gleichwohl die „mentale Belastung“ durch das ständige Achten auf den Laufstil nicht von der Hand zu weisen sind. Ich werde erst einmal weiter an diesem Stil arbeiten und hoffe auf dauerhafte Schmerzfreiheit.

3 Reaktionen auf leise Hoffnung auf Schmerzfreiheit

  1. Laufhannes sagt:

    Die „mentale Belastung“ ist zwar anstrengend, aber auch von Vorteil: Wenn man nicht permanent in sich hinein horcht und auf den Schmerz wartet, kommt er auch deutlich seltener 😉

    • Daniel sagt:

      das Warten auf den Schmerz ist sicherlich einer der häufigsten Gründe, einen Schmerz zu spüren 😉
      Das Knie ist wieder stabil denke ich, ich hatte nur nach dem letzten Lauf den Muskel/Bänder im Außenbereich der Fußsohle – ich denke eine Folge der ungewohnten Abrollbewegung. Ich hätte nach 5.000 GPS-getrackten Lauf-KM und 8 Jahre Jugendfußball nicht geglaubt, dass Laufen technisch so kompliziert ist.. 😀

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  1. […] Distanz ärgert mich überhaupt nicht und die neue PB nehme ich natürlich gerne mit. Auch das Knie hatte glücklicherweise überhaupt keine Probleme gemacht im […]

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