Der erste 100er und der Trainingsfortschritt

Jahresrückblick Saison 2016

12. Mai 2015 Kommentare (3) Training

Jetzt geht’s steil [Formentwicklung]

Seit meinem letzten Rückblick ist bereits etwas Zeit vergangen – Zeit also für ein Update:

1. Ich war nicht faul – ich habe im April knapp 27h im Sattel verbracht und war zudem noch 4,5h wandern auf Mallorca (Bericht steht noch aus). Gelaufen bin ich – zumindest sportlich – keinen Meter. Zu sehr waren noch die Schmerzen im Kopf, die ich mir auf den letzten Metern im März zugezogen habe. Eine Art Muskelzerrung im Außenfuß. Vermutlich auf Grund der umgestellten Lauftechnik in Verbindung mit zu schwacher Fußmuskulatur..

2. Ich habe mir einen Powermeter gekauft. Dass das Training nach Wattvorgaben mir sehr lag, habe ich ja bereits im letzten Beitrag erwähnt. Umso ärgerlicher empfand ich es, dass ich auf diese Daten nicht mehr zurückgreifen kann während meiner Ausfahrten. Kurzum: Lieber jetzt als später, im Herbst bringt mir der Powermeter nicht mehr viel. Da es ein SRAM Red Quarq 22 wurde, habe ich zugleich meine Schaltgruppe von Shimano 1o5 auf Sram Force 22 umgebaut – was soll ich sagen – der Hammer! Super knackige und direkte Schaltvorgänge!

20150512_cdale

3. Ich habe mich wieder in die Laufschuhe getraut! Ich war vorgestern und heute jeweils knapp 7km laufen und habe dabei die Auswirkungen des Radfahrens auf das kardiovaskuläre System erlebt – und wie! Mein VDOT ging bei einem flotten Lauf auf knapp 45,5. Beim heutigen lockeren Lauf wurden mir bei Runalyze sogar VDOT 46 berechnet – absoluter Maximalwert ever! Schon etwas beängstigend, dass ich mit der Pace, die ich heute bei HF=75% hatte, meinen HM-Bestwert aus 2010 eingestellt hätte – den habe ich damals „total bekloppt“ bei HF=93% gelaufen. Im Nachhinein attestiert mir Strava dafür einen „epic sufferscore“ und 458 Punkte im Roten (siehe Bild)

Sufferscore 7. Magdeburg Marathon

Sufferscore 7. Magdeburg Marathon

Wenn ich mir die Schmerzen und die Laktatlawine des Halbmarathon in Erinnerung rufe, ist die aktuelle Entwicklung echt beängstigend – aber ich bin zuversichtlich, dass bei halber Leidensfähigkeit und mitspielendem Knie in diesem Jahr „locker“ auf neuer PB mitlaufen kann. Der Trend in Runalyze stimmt mich zuversichtlich:

20150512_Trimp

Trimp- und VDOT-Entwicklung

 

Da ich bisher keinen expliziten Lauf ins Auge gefasst habe (es wird sicherlich der Magdeburg Marathon im Oktober werden), werde ich mich weiter auf das Radtraining konzentrieren – für die Grundlagenausdauer schadet es ja augenscheinlich nicht!

4. Ich beschäftige mich weiterhin mit der Trainingsplanung und -gestaltung. Meine CP konnte ich am Montag bereits auf 303W steigern und liege damit gut 80W höher als zu Beginn meines Radtrainings im Dezember. Mit den neuen Daten aus dem Powermeter soll das Training daraufhin ausgerichtet werden, endlich die 4W/kg zu knacken – weit ist der Weg nicht mehr. Ich blättere aktuell ein wenig in „Training and Cycling with a Power Meter“ von Allan/Coggan und hoffe auf neuen Input.

5. und besonders wichtig: Ich gönne mir jetzt ein paar Tage Ruhe und schiebe einen Kurzurlaub ein – bis demnächst!

3 Reaktionen auf Jetzt geht’s steil [Formentwicklung]

  1. Daniel sagt:

    CP von 303 Watt… davon kann ich nur träumen, aber ich bin ja auch eher der Läufer mit Rennrad und nicht anders herum 😉

    Wattbasiertes Training ist schon ein sehr interessantes Ding, aber es kostet einfach soooo viel zu viel für jemanden wie mich. Das die SRAM Laune macht glaube ich auf jeden Fall. Damit hast Du ja quasi Win-Win 😉

    • Daniel sagt:

      win-win trifft es sehr gut! Ich habe eh schon auf die Sram Force 22 geschielt und durch ein gutes Angebot für den Quarq musste ich mich dann auch nicht zweimal bitten lassen 😉

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