Weisheitszahn-OP – Zwangspause

nach einer kurzen Pause geht es weiter..

22. Oktober 2015 Kommentare (2) Allgemein

10km Bestleistung beim 12. Magdeburg Marathon

Nach meinem Post über meine Weisheitszahn-OP ist es hier ziemlich ruhig geworden. Zum einen natürlich, weil ich eine Weile keinen Sport mehr machen konnte – zum anderen, weil ich keinen Sport machen wollte. Es war Ende August so extrem heiß, dass ich tatsächlich froh war über jede Minute, die ich nicht draußen in der Sonne braten musste. Auch privat war vieles in Bewegung und hielt mich vom gewohnten Training ab. Das Ergebnis – ein katastrophaler Einbruch der Fitnesskurve in Runalyze.

Fitness

Fitnessverlauf 2015

Zwar konnte ich im Urlaub im Vinschgau wieder das Rennrad mitnehmen und mir meinen Traum von der Auffahrt zum Stilfser Joch verwirklichen, jedoch merkte ich bereits dort, dass ich schon mal fitter war. Einen weiteren Monat ohne nennenswertes Training später stand nun also der alljährliche Magdeburg Marathon an. Seit der 6. Auflage bin ich jedes Jahr dabei und war dieses mal für den Halbmarathon gemeldet. Da ich mich aber selten Illusionen hingebe und mit meinen 170 Jahres-Laufkilometern sicherlich nicht besonders glücklich auf den 21,1 km werden würde, entschied ich mich am Tage vor dem Lauf bei der Startnummernabholung spontan auf eine Ummeldung auf den 10km Lauf.

Laut Runalyze wäre eine realistische Zielzeit für mich irgendwo bei 47/48 Minuten. Als Controller weiß ich aber auch, dass Runalyze ja auch nur auf Grundlage der Daten analysieren kann, die vorhanden sind – und das waren nun mal nur sehr wenige. Innerlich ging ich also am Sonntag mit dem Ziel einer 47:xx an den Start und wäre auch nicht traurig gewesen, wenn am Ende eine 49:xx auf der Urkunde stünde – immerhin wäre dies auch eine neue PB für mich. Die aktuelle Bestleistung kam aus dem Jahre 2010 und die stellte ich im Rahmen des Herrenkrugparklaufes mit 50:49 min auf.

Die Strecke wurde in diesem Jahr verändert. Anstelle des 13km-Laufes rückte nun der 10km-Lauf und die Wegführung entlang der Elbe sollte für schnelle Zeiten geeignet sein, sofern man eine gute Position im Startblock erwischen kann. Der Umstand, dass man über insgesamt fünf Brücken laufen muss, lässt die Höhenmeter zwar steigen, aber insgesamt bleibt es doch ein flacher Lauf – hier in Magdeburg ist halt plattes Land.

Im Block C eingeteilt habe ich mich gleich nach vorn gewuselt um nach Öffnung der Sperren weiter vor in den Block B gelangen zu können. Es folgte wie immer der Countdown bis zum Start, den ein gewaltiger Böllerschütze lautstark freigab. Ab jetzt gilt es! Trotz etwas nervösem Magen wollte ich gleich zügig starten um an den neuralgischen Stellen, wenn die Meute auf die engere Elbuferpromenade abbiegt, in einer schnellen Truppe dabei zu sein. So flog der erste Kilometer in 4:40 min dahin und ich fühlte mich super. Also hielt ich das Tempo bei und konnte meine Freundin bei KM 3,5 bereits nach 16 Minuten grüßen und ihr meine Handschuhe übergeben – mir wurde warm; Puls bei 190bpm.

Nach der Kehre über die Strombrücke in die Innenstadt zügelte ich mich etwas und versuchte meinen Stiefel zu laufen. Die Rampen hoch und runter verleiteten einige zu einem unrythmischen Tempo. Ich konnte mich über den gesamten Lauf bestens beherrschen und mein Tempo nahezu konstant halten. Am Dom gab es nochmal ein Küsschen im Vorbeiflug für meine Liebste und die Hälfte der Strecke war bereits geschafft. Von nun an war ich ziemlich sicher, die Pace so bis ins Ziel retten zu können.

ziemlich gleichmäßige Pace

ziemlich gleichmäßige Pace

Kilometer 8 zog sich nochmals, da hier bis auf eine Baustelle nichts los war und auch fast keine Menschen am Wegesrand waren. Dies änderte sich dann aber glücklicherweise mit dem Einbiegen in den Elbauenpark. Beim Überlaufen der letzten, fiesen Fußgängerbrücke spielte der iPod auch H-Blockx – Cliche und getragen von den Anfeuerungen und dem Ziel vor Augen konnte ich den letzten Kilometer noch in einer 4:24 min/km absolvieren. Im Zielbereich war ich sogar unter 4:00 min/km unterwegs, was mich endlich mal wieder nah an meine HFmax brachte.

Der Rest ist schnell erzählt: Blick auf die Uhr – 45:37 handgestoppt!  Ein hammer Ergebnis und viel besser als erwartet. Die alte Bestleistung um 5 Minuten gedrückt. Noch schnell Nachverpflegung mitgenommen und ab zur Straßenbahn und nach hause.

Fazit: die 10km liegen mit bei weitem besser als die 13km und es ist schön, beim hiesigen Magdeburg Marathon nun auch alle klassischen Strecken laufen zu können. Die Ummeldung auf die kurze Distanz ärgert mich überhaupt nicht und die neue PB nehme ich natürlich gerne mit. Auch das Knie hatte glücklicherweise überhaupt keine Probleme gemacht im Anschluss.

2 Reaktionen auf 10km Bestleistung beim 12. Magdeburg Marathon

  1. Laufhannes sagt:

    Wo kommt denn trotz der Pause die Form her? Klingt ja nach einem super Rezept, wenn das so einfach geht!

    Spaß beiseite – Glückwunsch zur Bestzeit und noch viel mehr dazu, dass das Knie scheinbar wieder hält!

    • Daniel sagt:

      Hallo Hannes,

      die Pause war ja nicht extrem lang, aber einen Verlust von 10% der VDOT ist für mich schon ärgerlich. Nichts desto Trotz bin ich mit dem Ergebnis super zufrieden und kann definitiv bestätigen, dass sich Rennradfahren auch auf die Laufleistung auswirkt.

      Das Knie habe ich nun wieder im Griff denke ich. Ordentlich dehnen vor und nach dem Lauf sowie einen angepassten Laufstil und seither keine Probleme mehr!

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