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18. Juli 2016 Kommentare (0) Allgemein, Radtouren

RTF Adlerrunde 2016

Nach der Teilnahme an der RTF Adlerrunde 2015 im letzten Jahr in Goslar war wider aller körperlichen Erschöpfung nach der Zieldurchfahrt schnell klar, 2016 bin ich wieder hier am Start. Gesagt – getan, am Samstag fuhr ich also wieder um kurz nach 06:00 Uhr mit dem Auto die knapp 100km nach Goslar um nach einer fixen Meldung und der Abgabe äußerst günstiger 10€ Startgeld um kurz vor 08:00 mit den restlichen Mitstreitern den Startschuss abzuwarten. Der blieb zwar auf Grund einer Ladehemmung des Bürgermeisters aus, aber wir konnten dennoch alle auf den recht frischen Weg hoch in den Harz losrollen.

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Im Vergleich zum Vorjahr wurde die Strecke leicht geändert. Anstatt direkt zur Okertalsperre und dann Richtung Süden fuhren wir dieses Jahr über die B241 hoch nach Hahnenklee, um dann zur Okertalsperre abzubiegen. Dort durfte ich wieder Bekanntschaft mit der fiesen Steigung in Schulenberg machen. Hier musste ich im letzten Jahr wegen Krämpfen in der Kniekehle kurz pausieren und wie es der Teufel so will, schoss ein Krampf in den Spann meines rechten Fußes als ich nach der Abfahrt wieder in die Pedale trat, um die 8%-Rampe in Angriff zu nehmen. Im letzten Jahr was es quasi der Abschluss der Tour, dieses mal waren gerade einmal 25km gerollt. Na das kann ja heiter werden.

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Brockenblick auf der RTF Adlerrunde 2016

Die Umrundung des Stausees fuhr ich dann mit besonders hoher Trittfrequenz um den Krampf zu lösen, denn es folgte gleich der Anstieg zum höchsten Punkt der RTF Adlerrunde 2016 – Torfhaus über den wunderschönen, geteerten Forstweg durch das Kalbetal (Strava-Segment). Mit 281 Watt im Schnitt konnte ich mich noch gut bremsen – die platten Beine aus dem letzten Jahr sowie der Krampf von Schulenberg machten mich vorsichtig, aber es sollten keine weiteren Krämpfe folgen.

Kalbetal bei der RTF Adlerrunde

Auffahrt durch das Kalbetal

Nach dem Passieren von Torfhaus und Oderbrück ging es an die erste Verpflegungsstation. Auch in diesem Jahr wurde wieder alles für die Fahrer aufgetischt, was zu diesem Zeitpunkt wichtig ist: Kuchen, Marmelade, Iso-Getränke und sogar Energiegele von Xenofit. Da ich ohnehin keine Wertungskarte habe und mir auch nichts aus Stempeln mache, sehe ich lieber zu, eine geeignete Gruppe zur Weiterfahrt auszumachen und setze nach knapp 5 Minuten die Fahrt fort.

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Es ging nun relativ flott in einer kleinen 3er-Gruppe über Sonnenberg nach Dammhaus. Hier kippte die Harzhochstraße nach unten und wir bauten unsere Höhe vorbei an der Sösetalsperre von 814m auf 220m ab. Der Asphalt war leider nicht ganz der Beste, so dass ich etwas Geschwindigkeit rausnahm und die beiden vor mir ziehen ließ.

Sösetalsperre

Sösetalsperre

In Osterode einmal rechts abgebogen wieder hinauf in den Harz folgte der nächste Anstieg. Es ging wieder hoch auf knapp 600m nach Clausthal-Zellerfeld um dort bei den fleißigen Helfern des THW die nächste Verpflegung zu mir zu nehmen. Kurz vor Clausthal holte ich auch noch die Nachzügler der 10 Minuten vor uns gestarteten, geführten Gruppe ein.

Verpflegungsstation beim THW in Clausthal-Zellerfeld

Verpflegungsstation beim THW in Clausthal-Zellerfeld

Da ich wieder nicht allzu viel Zeit liegen ließ, konnte ich mich an die abfahrende, große Gruppe anhängen und war für die letzten 60km mit ca. 30 weiteren Fahrern unterwegs. Das war nicht nur für die Beine (Windschatten), sondern auch für den Kopf toll. Zum einen habe ich die vorausfahrenden eingeholt und zum anderen muss ich mir ab jetzt keine Gedanken mehr um Windschatten machen.

Toll war auch der Guide, der nach den Anstiegen kurz auf die Nachzügler wartete und währenddessen die weitere Strecke beschrieb. So konnten wir uns vorab darüber informieren, dass wir durch Bad Grund ein paar richtig fiese Rampen befahren werden und etwas Schwung von Vorteil sein wird. Teilweise bis zu 22% Steigung hat mir mein Edge 1000 angezeigt und die Beine konnten das auch so unterschreiben! Gleich hiernach die nächste Rampe mit Steigungen ebenfalls über 12%. Der Streckenplaner muss am PC sicher vor Lachen kaum in den Schlaf gekommen sein. Nach knapp 105km und einem Großteil der Höhenmeter war das schon hart.

Aber was macht man nun mit den Höhenmetern – richtig, wieder abbauen auf dem Weg nach Seesen. Durch das Flache konnte der Zug wieder Fahrt aufnehmen und wir flogen Richtung letzter Verpflegungsstelle in Lautenthal. Hier fuhr ich noch vor der Gruppe wieder los, um am Berg mein Tempo gehen zu können. Es musste nochmals hoch zum Hahnenklee gefahren werden und dann folgte die tolle Abfahrt über die B241, über die wir am Morgen die RTF starteten hinab nach Goslar. Dort waren wieder genug Helfer um fix die Startnummer abzugeben und das Pfand zurückerhalten zu können. Ja – auch 2017 werde ich mir die RTF Adlerrunde wieder im Kalender vormerken..

3D-Karte der RTF Adlerrunde 2016 /© Veloviewer.com

3D-Karte der RTF Adlerrunde 2016 /© Veloviewer.com

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