RTF Adlerrunde 2016

Batteriewechsel bei Garmin HRM-Run Brustgurt

16. August 2016 Kommentare (0) Allgemein

Rennbericht Škoda Velorace 2016 Dresden

Es war circa Mitte Juli, als mir eine Sport Bild hingehalten wurde und es hieß: „Guck mal, hier kann man eine Teilnahme an einem Rennen gewinnen, wäre das nichts für Dich?“. Knapp 4 Wochen später sitze ich nun hier und kann über meinen Gewinn, die Teilnahme am Skoda Velorace in Dresden berichten. Die Freude nach dem Anruf aus der Sport Bild-Redaktion in Hamburg war natürlich riesig. Der Gewinn beinhaltete nicht nur die Teilnahme am Rennen, sondern umfasste quasi ein kleines Race-Wochenende für mich und eine Begleitperson inkl. Übernachtung im 4-Sterne-Hotel Elbflorenz und Zutritt zum Skoda-VIP-Bereich.

Anreise, Einchecken und Startunterlagen abholen

Es ging Samstag Vormittag nach einem guten Frühstück zuhause mit dem Auto Richtung Dresden. Knapp 200km später waren wir gegen 13.00 Uhr angekommen und konnten gleich in das Hotel einchecken und die Stadt erkunden. Treffpunkt im VIP-Bereich sollte erst 17:00 Uhr sein, so dass wir noch das ein oder andere Geschäft aufsuchten und uns beim Starbucks niederließen. Die Messe vor der Semperoper war noch relativ überschaubar und so machten wir uns weiter zum „Italienischen Dörfchen“, wo der Skoda-VIP-Bereich eingerichtet war. Hut ab, hier hat sich Skoda echt nicht lumpen lassen.

Der Skoda VIP-Bereich direkt an der Strecke vor dem Elbufer

Der Skoda VIP-Bereich direkt an der Strecke vor dem Elbufer

Die Starterbeutel der VIP-Teilnehmer waren hier platziert und auch die „Pasta-Party-Deluxe“ wurde in diesem tollen Ambiente veranstaltet. Zum Gewinn gehörte neben dem Startplatz beim Velorace auch ein Trikot sowie Hose von Biehler in den Farben von Skoda und Sport Bild sowie diverse Giveaways. Das Wetter meinte es auch noch gut mit uns und so konnten wir draußen auf der Terrasse das Rennen der U13 und U17 verfolgen, während wir lecker Pasta und Grillgemüse aßen. Ich verabredete mich noch mit meinen Teammitgliedern Stefan von der Sport Bild und Hans-Michael Holczer (Radsportmanager und Autor) für ein gemeinsames Foto für die kommende Auflage der Sport Bild am nächsten Morgen vor dem Start.

Startunterlagen abholen

Pastaparty

Velorace – Renntag

Das Rennen startet bereits 08:45 Uhr und so sind wir bereits sehr früh am Frühstücken. Ein paar Brötchen und Kaffee sowie Kuchen und Crêpe waren am Morgen genug und wir machten uns zu Fuß auf an das Elbufer. Bereits am Vortag habe ich mein Leihrad in Augenschein genommen und es mit meinen Garmin Sensoren bestückt. Da ich ohnehin keinen Leistungsmesser hatte und auch die Strecke nicht per Navi abfahren muss, entschied ich mich, den Edge 1000 zuhause zu lassen und stattdessen mit dem Forerunner 235 aufzuzeichnen. Das Koppeln von Trittfrequenzsensor und Speedsensor ist hiermit ebenfalls möglich und für einen kurzen Blick auf Puls und Geschwindigkeit tat es auch die Armbanduhr.

Leihrad von Felt

Mein Leihrad für das Velorace. Ein Ex-Probike von Albert Timmer ohne nennenswerte Spacer. Meine Nackenmuskulatur wurde auf eine Probe gestellt.

Die Fahrer, die über Skoda gemeldet waren, wurden dem Startblock C zugewiesen. Zehn Minuten vor dem Start machte ich mich also in die Startaufstellung und freute mich über das gute Rennwetter – sonnig, nicht zu warm und keine nassen Straßen. Ich selbst war eigentlich ziemlich ruhig, aber mein Puls verriet mir, dass schon etwas Aufregung aufkommt, denn vom Rumstehen allein habe ich selten 130 Puls..

Startblock Velorace

Startaufstellung beim Velorace in Dresden 2016

PENG – Startschuss zum Velorace Dresden. Die ersten Fahrer schießen los und ein paar Sekunden später wird es auch bei uns im Block unruhig. Relativ schnell kommen wir ins Rollen und nach der ersten Kurve geht es vor mir nicht mehr schneller – also Blinker raus und ab durch die Mitte, vorne enteilen mir die schnellen Hinterräder. Der Puls schießt auch gleich mit nach oben und nach acht Minuten kratze ich bereits das erste mal an der 190bpm-Marke. Das kann ja lustig werden. Nützt aber alles nichts, es reißen immer wieder Löcher auf, die ich versuche zu schließen. Eine große Hilfe war hier bei meinem ersten Rennen Hans-Michael Holczer, der immer wieder sagte, wir müssten weiter nach vorn. Ohne diese Anfeuerung wäre ich wahrscheinlich eher mit einem Hinterrad zufrieden gewesen und hätte vorn abreißen lassen.

Nach der ersten Wendeschleife auf der Waldschlösschenbrücke war ich dann an der Spitze des Feldes und sah ganz weit vorn die nächste Gruppe hinter der Kurve verschwinden. Von hinten wollte keiner Ablösen und so war ich bereits kurz davor etwas zurückzunehmen, da ich den bisherigen Durschnittspuls von 176 nach 12 km wahrscheinlich nicht bis zum Schluss hätte durchfahren können. Kurz vor dem Ende der Brücke sauste aber ein flotter Zug aus 5-6 Mann aus dem Block D an mir vorbei und ich sprang an das letzte Rad und ab diesem Zeitpunkt flogen wir, das Feld von hinten aufrollend, durch Dresden.

Die nächsten 45 km gingen mit gut 42 km/h wie im Fluge vorbei und auch der Puls konnte durch das Windschattenfahren wieder etwas herunterkommen. Da der Kurs des Velorace bretteben ist, musste man nur auf die Schienen achten und nach den 90°-Kurven ordentlich in die Pedale treten, um den Anschluss nicht zu verlieren. „Leider“ waren wir so schnell, dass wir noch auf die abgehängten Starter des A- und B-Blockes auffuhren und sie teilweise auf der Waldschlösschenbrücke noch überholten. Hierunter waren auch noch Frauen aus dem A-Block, für die es noch um die Platzierungen ging. So wurde die Zielgerade (5 km am Elbufer) richtig eng und alle versuchten links und rechts aneinander vorbeizukommen. Für mich war hier definitiv Schluss, der Puls und Beine hätten durchaus noch einen längeren Spurt zugelassen, aber das Geschiebe und Gedränge war es mir einfach nicht wert. Interessant war, dass diese letzte Runde trotz größerem Feld langsamer war als unsere zweite Runde, es standen sich einfach alle selbst im Weg. Ich ließ also vorn den sinnlosen Kampf um Platz 80 gewähren und achtete nur darauf, mich aus brenzligen Situationen fern zu halten. Die ersten 70 waren ohnehin bereits 3-4 Minuten voraus in der Spitzengruppe. Ohne Sturz rollte ich dann zufrieden als Gesamt 82. über die Ziellinie (34. AK Masters I).

Nach dem Rennen

Wer dachte, dass der VIP-Pass bereits für die Vorverpflegung sehr nützlich war, der hatte nicht mit dieser Nachverpflegung gerechnet. Es gab wieder allerlei Pasta und Coucous mit Gemüse und natürlich Kuchen in Massen und auch getränketechnisch war ich mit dem alkoholfreiem Radler sehr zufrieden. Wir saßen noch eine Weile auf der Terrasse und beobachteten die restlichen Fahrer bei der Zieleinkunft und verabschiedeten uns dann vorerst zum Check-Out ins Hotel. Da wir noch einen Tag hinten dran hängen wollten, wechselten wir das Hotel und checkten im Holiday-Inn am Zwinger wieder ein und kehrten zum Italienischem Dörfchen zurück. Hier traf ich mich mit Stefan und wir führten ein lockeres Interview für die nächste Ausgabe der Sport Bild während ich Kuchen essend und Cappuccino schlürfend immer wieder auf die Strecke schaute, wo gerade das 105km-Rennen lief. Gegen 17 Uhr brachen wir zum Sightseeing in die Altstadt auf.

Mein Fazit zum Rennwochenende beim Velorace: Wunderbar! Ich selbst bin mit meiner sportlichen Leistung sehr zufrieden und das Drumherum war nicht nur für mich, sondern auch für meine Freundin ein Highlight. Dresden ist immer eine Reise wert und wir schmieden bereits Pläne 2018 wieder hier zu sein. Mein Dank gilt auch der Sport Bild-Redaktion und Skoda, die diesen Gewinn auslobten und das „richtige“ Los zogen.

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