Alcudia – Sa Calobra – Eine Traumtour mit dem...

12. November 2016 Kommentare (1) Allgemein

Tipps für das Rennradfahren bei Kälte – low-cost-style

Heute war mal wieder so ein Tag – ich wollte Rennradfahren bei Kälte. Eigentlich alles perfekt: Sonnenschein, Verabredung zu dritt zur lockeren GA-Runde aber die Temperaturen nur um den Gefrierpunkt. Ich hatte auf einer Tour in der vergangenen Woche extrem kalte Zehen bei knapp 5°C bekommen, heute sollte das temperaturbedingte Leiden minimiert werden.

Größte Baustelle waren also die Füße. Da ich keine Winter-MTB-Schuhe besitze müssen die Sommerschuhe gepimpt werden. Ich begann die Belüftungslöcher mit dem guten Tesa Paketband abzukleben. Getreu dem Motto: „wo kein Wind reinziehen kann, wird es nicht so kalt“. Zudem habe ich die Innensohle herausgenommen und mit 2 Lagen Paketpapier (das, was in den Amazonpaketen immer mit bei liegt) unterfüttert. Innensohle wieder drauf und hoffen, dass die Kältebrücke zwischen Pedal -> Cleat -> Fuß etwas gedämmt wird. Ich werde mich bei Zeiten noch um isolierte Einlegesohlen bemühen. Carolyn hat damit anscheinend bereits gute Erfahrungen gemacht.

Rennradfahren bei Kälte

Im Internet fand ich noch einen quick`n dirty Trick gegen die kalten Zehen: Alufolie um die Zehen wickeln. Da meine Northwave-Schuhe ordentlich eng sitzen, habe ich keinen großen Spielraum was mehrlagige Socken angeht, daher scheint mir die Variante mit der winddichten Alufolie ganz praktikabel.

Rennradfahren bei Kälte

Über die Schuhe kommt während der Fahr noch ein Satz Neoprenüberschuhe und die Fahrt kann beginnen. Wichtig ist hierbei auch, die Schnürung nicht zu eng zu ziehen, da Luft doch der beste Isolator ist. Im Vergleich zu letzter Woche hatte ich auch bei -1°C erst nach ca. 2h kalte Zehen bekommen. Gefühlt kam die Kälte von unten aus dem Bereich der Schuhplatten, hier werde ich wie bereits geschrieben mal isolierte Einlegesohlen probieren.

Rennradfahren bei Kälte

Für das Gesicht habe ich übrigens die Xenofit Hirschtalg-Sportcreme probiert. Sie war die einzige Creme im Haus, die ohne Wasser auskommt und daher für die Isolation besser geeignet scheint als die Nivea der Freundin. Da das Hirschtalg sonst auf den Hintern geschmiert wird, war die Anwendung im Gesicht etwas „befremdlich“. Über die Fahrt hinweg hatte ich aber keine Probleme mit der Haut im Gesicht und kann das Hirschtalg grundsätzlich als „Notlösung“ empfehlen. Ich werde das nächste mal vom Rossmann oder DM eine „Cold Creme“ besorgen und diese testen.

Update:

Mittlerweile gingen einige Tage ins Land und ich habe meine „low-cost-Tipps“ weiter an mir selbst testen können. Ich war zudem bei Müller und habe mir aus der Babyabteilung „Wund- und Wetterbalsam“ gekauft um das Hirschtalg aus dem Gesicht zu verbannen. Es enthält Wasser und ist daher eher semioptimal, aber rechtzeitig vor der Abfahrt aufgetragen zieht es ordentlich ein und hinterlässt eine Art „Film“ auf der Haut, das reicht mir auch total.

Beim gleichen Drogeriemarkt habe ich für knapp unter 2€ noch einen Satz „Thermoeinlegesohlen“ mit Lammfell gekauft. Zu Hause passend zugeschnitten und unter die originale Einlegesohle gelegt. Ich erhoffe mir dadurch die Kältebrücke zum Cleat zu schließen.

Zusammenfassung:

  • Lüftungsöffnungen im Radschuh schließen mit Tape
  • EIN Paar dickere Socken (ideal Merinowolle)
  • Alufolie um die Zehen zur Isolierung
  • isolierende Einlegesohle in die Schuhe
  • Schnürung nicht eng stellen, der Fuß brauch noch Bewegungsfreiheit!
  • Wettercreme für das Gesicht und je ein Buff für den Hals und die Ohren/Kopf
  • zwei Paar Handschuhe – ein Satz ganz dünner „Liner“ (Laufhandschuhe) und ein Paar normale RR-Handschuhe darüber

Mit diesen Tipps bin ich nun bereits zwei Wochen erfrierungsfrei unterwegs. Mein bisher schlimmsten Erlebnis hatte ich bei knapp 6°C und dem Versuch mit 2 Paar Socken gemacht. Durch das „Einquetschen“ der Füße konnte nicht genügen Blut zirkulieren und es gab auch keine isolierende Luftschicht im Schuh. Nach bereits knapp 30km hatte ich unendlich kalte Zehen. Mit den Tipps oben ist das bisher zum Glück auch bei -2°C noch nicht wieder vorgekommen.

Welche Erfahrung habt ihr mit solchen „Hausmitteln“ gemacht? Habt Ihr Empfehlungen die hier evtl. noch fehlen?

Eine Reaktion auf Tipps für das Rennradfahren bei Kälte – low-cost-style

Trackbacks
  1. […] gerade zu kalt ist zum radfahren, dann schaut mal bei Daniel vorbei. Der hat in Albis Blog ein paar nützliche Tipps zum Rennradfahren bei Kälte für […]

Kommentar verfassen

UA-60728712-1