Carbonlaufradsatz im Eigenbau

11. Februar 2018 Kommentare (0) Equipment und Technik

Beheizbare Einlegesohlen für das Wintertraining

Winter – nach dem wieder mal „weiße Weihnacht“ ausgefallen ist, bleibt aktuell nur Kälte und Schneeregen – jeder Radfahrer kann hierauf verzichten. Ich persönlich nutze die Zeit für zumeist strukturiertes Training auf dem Ergometer bzw. Rolle, allerdings werden lange Grundlagenausdauerfahrten hier zur (mentalen) Qual. 

Um draußen auch bei Temperaturen um den Gefrierpunkt fahren zu können, habe ich ja bereits ein paar low-cost-Tipps hier aufgeschrieben. Allerdings bekomme ich nach mehr als 2h dennoch eiskalte Zehen und habe auch nicht immer Lust mich mit Alufolie und co. zu präparieren.

Als Nonplusultra für Frostbeulen im Winter werden immer wieder beheizbare Einlegesohlen genannt. Die Empfehlung geht zumeist zu den „therm-ic“ Sohlen, allerdings sind mir diese mit knapp 100€ etwas zu teuer und so probierte ich für 25€ die Crivit Sohlen vom Lidl.

Die beheizbaren Einlegesohlen sind für Größen von 36 – 48 verwendbar.

Ich selbst habe meine Northwave Extreme GTX in der Größe 46, allerdings empfehle ich dringenst, die originalen Sohlen als Schablonen für das Schneiden zu verwenden.

 Die vorgezeichneten Schnittlinien wichen teils massiv von meinen Sohlen ab.

Nachdem ich den Zuschnitt an den beheizbaren Einlegesohlen fertig hatte, passten sie 1A in den Winterschuh. Durch das lange Stromkabel habe ich den Akkupack einmal um den Knöchel gelegt und dann auf der Außenseite befestigt. Vom Prinzip her ist am Akkupack eine große Büroklammer montiert. Während der 2-stündigen Testfahrt gab es nie Probleme mit den Akkupacks. Kein Verrutschen und kein Lösen.

Zu den Akkupacks ist zu sagen, dass diese hier bei den LIDL-Sohlen aus Lithium-Ionen-Akkus mit je 2.000 mAh bestehen. Günstige Vergleichssohlen müssen teilweise mit je 4 AA-Batterien bestückt werden und sind daher schwerer und größer. Über den Knopf am Pack kann die Heizleistung von Aus/ Stufe 1 / Stufe 2 gewechselt werden. Für meine Fahrt reichte mir die Stufe 1 locker aus. Bei Stufe 2 wurde es richtig spürbar warm.

Die Akkulaufzeit gibt LIDL ca. 7h bei voller Leistung bzw. 10h bei minimaler Leistung an. Ein Wert, der rein rechnerisch durchaus möglich ist. Die maximale Stromaufnahme der Heizfläche liegt bei 250mA => 2.000mAh/250mA = 8h. Abzurechnen sind natürlich die Wirkungsverluste sowie die verminderte Akkuleistung bei Kälte.

Nach meiner Testfahrt kam ich erstmals trotz eisiger Temperaturen mit warmen Füßen heim. Ich spürte auch kein Drücken von der Sohle oder vom Akkupack. Für die knapp 25€ für die beheizbaren Einlegesohlen kann man sicherlich nicht viel verkehrt machen, zumal es die Akkupacks durchaus mit den Packs teurerer Markensohlen aufnehmen können. Das nur der vordere Teil der Sohle beheizt wird, war kein Nachteil, da man genau dort zuerst mit dem Frieren beginnt. 

Zur Info: ich habe mir die beheizbaren Einlegesohlen selbst gekauft und alle hier gemachten Angaben entsprechen meiner eigenen Erfahrung und wurden nicht beeinflusst. 

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